September 26, 2017

Imām Šawkānī und das Urteil über denjenigen, der sich vor jemand anderem außer Allāh niederwirft (Sujud)

قال الشوكاني في السيل الجرار: اعلم أن الحكم على الرجل المسلم بخروجه من دين الإسلام ودخوله في الكفر لا ينبغي لمسلم يؤمن بالله واليوم الآخر أن يقدم عليه إلا ببرهان أوضح من شمس النهار… فلا اعتبار بما يقع من طوارق عقائد الشر لا سيما مع الجهل بمخالفتها لطريقة الإسلام، ولا اعتبار بصدور فعل كفري لم يرد به فاعله الخروج عن الإسلام إلى ملة الكفر. وأما قوله (ومنها السجود لغير الله) فلا بد من تقييده بأن يكون سجوده هذا قاصداً لربوبية من سجد له، فإنه بهذا السجود قد أشرك بالله عز وجل وأثبت معه إلهاً آخر، وأما إذا لم يقصد إلا مجرد التعظيم كما يقع كثيراً لمن دخل على ملوك الأعاجم أنه يقبل الأرض تعظيماً له، فليس هذا من الكفر في شيء، وقد علم كل من كان من الأعلام أن التكفير بالإلزام من أعظم مزالق الأقدام فمن أراد المخاطرة بدينه فعلى نفسه جنى. انتهى

„Wisse, dass das Urteilen über einen Muslim, er habe den Islam verlassen und den Unglauben [kufr] betreten, kein einziger Muslim treffen darf, der an Allāh ﷻ und den Jüngsten Tag glaubt, ohne hierfür eindeutige Beweise zu haben, die klarer als die Sonne am helllichten Tag sind.

Den verschiedenen Übeltaten, insbesondere, wenn man unwissend darüber ist, dass sie dem Weg des Islāms widersprechen, werden [in diesem Zusammenhang] keine Beachtung geschenkt.

Auch das Begehen einer Tat der Glaubensleugnung [kufr], womit nicht das Verlassen des Islams beabsichtigt wurde, wird nicht berücksichtigt.

Seine Worte: ‚Dazu gehört die Niederwerfung zu anderen als zu Allāh‚, so ist es unausweichlich, dass dies begrenzt darauf wird, dass diese Niederwerfung mit der Absicht geschieht, dass dem, wovor sich eine Person niederwirft, Göttlichkeit zukommt.

Mit einer solchen Niederwerfung gesellt er Allāh etwas bei und, dadurch bestätigt er einen weiteren Anbetungswürdigen.

Wenn dadurch nur der Respekt beabsichtigt wird, wie es der Fall bei den Königen der Nichtaraber ist, vor denen die Erde geküsst wird, so hat dies nichts mit Glaubensleugnung zutun.

Alle Großgelehrten wissen, dass der Takfīr durch Implikationen ein gefährlicher, rutschiger Boden ist.

Derjenige, der mit seiner Religion spielen will [da er den Takfīr durch Implikationen ausübt], wird letztlich nur sich selbst tadeln.“

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