September 26, 2017

Unterschied zwischen der Fürsprache der Muslime und die der Götzenanbeter Mekkas

وَلاَ تَنفَعُ ٱلشَّفَاعَةُ عِندَهُ إِلاَّ لِمَنْ أَذِنَ لَهُ حَتَّىٰ إِذَا فُزِّعَ عَن قُلُوبِهِمْ قَالُواْ مَاذَا قَالَ رَبُّكُمْ قَالُواْ ٱلْحَقَّ وَهُوَ ٱلْعَلِيُّ ٱلْكَبِيرُ }

{ Auch nützt bei Ihm die Fürsprache nicht – außer, wem Er es erlaubt. Wenn dann der Schrecken von ihren Herzen genommen ist, sagen sie: „Was hat euer Herr gesagt?“ Sie sagen: „Die Wahrheit“, und Er ist der Erhabene, der Große. } [Koran 34:23]

Man beachte wie in den genannten Ayat die Angelegenheit der Fürsprache zusammen mit der Erlaubnis erwähnt wird und das eben, weil die Muschrikin an eine Fürsprache ohne die Erlaubnis Allahs geglaubt haben. (Was die Fürsprache mit der Erlaubnis Allahs angeht, so ist dies eine feststehende Sache, was ja aus den obigen Ayat auch hervorgeht.)

So sagte der Imam Ibn Kathir (gest. 774 nach der Hijrah) im seinem Tafsir zur Ayah [39:3] im Kontext auf die Worte derjenigen, die sich anstatt Allah Schutzherren genommen haben (nämlich ihre Aussage: { مَا نَعْبُدُهُمْ إِلاَّ لِيُقَرِّبُونَآ إِلَى ٱللَّهِ زُلْفَىۤ } / { „Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Zutritt in Allahs Nähe verschaffen“ }) unter anderem das folgende:

وأخبر أن الملائكة التي في السموات؛ من الملائكة المقربين وغيرهم، كلهم عبيد خاضعون لله، لا يشفعون عنده إلا بإذنه لمن ارتضى، وليسوا عنده كالأمراء عند ملوكهم يشفعون عندهم بغير إذنهم فيما أحبه الملوك وأبوه

„Und Er hat ihnen gesagt, dass die Engel, die in den Himmeln sind, von den nahgestellten Engeln und anderen allesamt Diener sind, die Allah unterworfen sind. Sie können keine Fürsprache einlegen außer mit seiner Erlaubnis für denjenigen mit dem er zufrieden ist und es ist bei Ihm nicht so wie die Prinzen/Befehlshaber/Gouverneure (Umara`) bei ihren Königen, bei denen sie Fürsprache einlegen ohne ihre Erlaubnis [und zwar] darin was die Könige lieben und nicht lieben.“

Quelle: http://www.altafsir.com/Tafasir.asp?…1&LanguageId=1

 

Der Imam Fakhr al-Din al-Razi (gest. 606 nach der Hijrah) sagte im Kommentar zur Ayah [40:18] das folgende:

أجاب أصحابنا عن السؤال الأول فقالوا إن القوم كانوا يقولون في الأصنام إنها شفعاؤنا عند الله وكانوا يقولون إنها تشفع لنا عند الله من غير حاجة فيه إلى إذن الله، ولهذا السبب رد الله تعالى عليهم ذلك بقوله { مَن ذَا ٱلَّذِى يَشْفَعُ عِندَهُ إِلاَّ بِإِذْنِهِ } [البقرة: 255] فهذا يدل على أن القوم اعتقدوا أنه يجب على الله إجابة الأصنام في تلك الشفاعة، وهذا نوع طاعة، فالله تعالى نفى تلك الطاعة بقوله { مَا لِلظَّـٰلِمِينَ مِنْ حَمِيمٍ وَلاَ شَفِيعٍ يُطَاعُ

„Unsere Gefährten beantworteten die erste Frage folgendermaßen: Diese Leute sagten bezüglich ihre Götzen “sie sind unsere Fürsprecher bei Allah” und sie sagten “sie legen für uns Fürsprache ein bei Allah ohne dass die Erlaubnis Allahs darin benötigt wird”. Aus diesem Grund antwortete Allah – Erhaben ist Er – auf sie mit seiner Aussage { Wer ist es denn, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte – außer mit Seiner Erlaubnis? } [2:255].

Dies weist darauf hin, dass diese Leute geglaubt haben, dass Allah verpflichtet ist den Götzen bezüglich dieser Fürsprache zu antworten (sprich: ihre Fürsprache zu akzeptieren) und dies ist eine Art des Gehorsams. Darum hat Allah – Erhaben ist Er – diesen Gehorsam negiert mit seiner Aussage: { an dem die Ungerechten weder einen warmherzigen Freund noch einen Fürsprecher haben, dem man gehorchen würde. } [40:18]“

Quelle: http://www.altafsir.com/Tafasir.asp?…1&LanguageId=1

 

Imam Ibn Taymiyyah sagte :

فهو سبحانه يبين أنه هو المستحق للعبادة دون ما يعبد من دونه وأنه لا مثل له . ويبين ما اختص به من صفات الكمال وانتفائها عما يعبد من دونه . ويبين أنه يتعالى عما يشركون وعما يقولون من إثبات الأولاد والشركاء له .
وقال : { 
قل لو كان معه آلهة كما يقولون إذا لابتغوا إلى ذي العرش سبيلا } وهم كانوا يقولون إنهم يشفعون لهم ويتقربون بهم .
لكن كانوا يثبتون الشفاعة بدون إذنه فيجعلون المخلوق يملك الشفاعة وهذا نوع من الشرك . فلهذا قال تعالى : { ولا يملك الذين يدعون من دونه الشفاعة } فالشفاعة لا يملكها أحد غير الله

„So hat Er – Gepriesen sei Er – klargestellt, dass Er derjenige ist, der die Anbetung (‘Ibadah) verdient hat ohne diejenigen, die neben ihm angebetet werden und dass es niemanden gibt, der ihm gleicht. [Auch] hat Er klargemacht, womit er sich auszeichnet von den Eigenschaften der Perfektion und dem Fehlen [dieser Eigenschaten] bei denjenigen, die anstatt Ihm angebetet werden. Und er hat klargesteltt, dass Er erhaben ist darüber, was sie [Ihm] beigesellen und was sie [in Bezug auf Ihn] sagen von der Bestätigung der Kinder und der Partner/Teilhaber für Ihn.


Und Er sagte: { 
Sag: Wenn es neben Ihm noch (andere) Götter gäbe, wie sie sagen, dann würden sie wahrlich nach einem Weg zum Besitzer des Thrones trachten. } [17:42] und sie sagten, dass sie für sie Fürsprache einlegen können und sie näher [an Allah] bringen.


Allerdings haben sie die Fürsprache ohne seine Erlaubnis (sprich: ohne die Erlaubnis Allahs!) bestätigt, so dass sie Geschöpfe zum Besitzer der Fürsprache gemacht haben und dies ist eine Art des Polytheismus/Beigesellung (Schirk).
Darum sagte [Allah] – Erhaben ist Er – [das folgende]: { 
Und diejenigen, die sie anstatt Seiner anrufen, verfügen nicht über die Fürsprache
 } [43:86], denn die Fürsprache besitzt niemand außer Allah.“

Quelle: “Majmu’ al-Fatawa” 16/121-122: http://library.islamweb.net/newlibra…2&ID=1646#docu

 

Allāh, der Herrliche und herrlich ist seine Herrlichkeit sagt:

اللَّهُ لَا إِلَٰهَ إِلَّا هُوَ الْحَيُّ الْقَيُّومُ لَا تَأْخُذُهُ سِنَةٌ وَلَا نَوْمٌ لَّهُ مَا فِي السَّمَاوَاتِ وَمَا فِي الْأَرْضِ مَن ذَا الَّذِي يَشْفَعُ عِندَهُ إِلَّا بِإِذْنِهِ يَعْلَمُ مَا بَيْنَ أَيْدِيهِمْ وَمَا خَلْفَهُمْ وَلَا يُحِيطُونَ بِشَيْءٍ مِّنْ عِلْمِهِ إِلَّا بِمَا شَاءَ وَسِعَ كُرْسِيُّهُ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضَ وَلَا يَئُودُهُ حِفْظُهُمَا وَهُوَ الْعَلِيُّ الْعَظِيمُ

„Allāh, kein Gott ist da außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen. Ihn ergreift weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. WER IST ES, DER BEI IHM FÜRSPRACHE EINLEGEN KÖNNTE AUßER MIT SEINER ERLAUBNIS? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt; sie aber begreifen nichts von Seinem Wissen, es sei denn das, was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, sie (beide) zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene.“

[2:255]

Imām Alā‘ ud-Dīn Alī ibn Muhammad ibn Ibrāhīm ibn al-Khāzin [rahimahullāh gest. 1341 n.Chr.] sagte in seinem Kommentar dazu:

من ذا الذي يشفع عنده إلاّ بإذنه } أي بأمره وهذا استفهام إنكاري والمعنى لا يشفع عنده أحد إلاّ بأمره وإرادته، وذاك لأن المشركين زعموا أن الأصنام تشفع لهم فأخبر أنه لا شفاعة لأحد عنده إلاّ ما استثناه بقوله { إلاّ بإذنه } يريد بذلك شفاعة النبي صلى الله عليه وسلم وشفاعة بعض الأنبياء والملائكة وشفاعة المؤمنين بعضهم لبعض

„Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte außer mit seiner Erlaubnis?“ Es bezieht sich auf ein Befehl und es ist eine rhetorische Frage, das heißt: niemand kann bei Ihm Fürsprache halten außer mit Seiner Erlaubnis und Seinem Willen. Die Mušrikīn dachten, dass ihre Götzen [Asnām] für sie [zu ihren Gunsten] fürsprechen, so benachrichtigte Er [Allāh] sie darüber, dass keine Fürsprache bei Ihm etwas bringt „außer mit Seiner Erlaubnis.“ Damit [Seiner Erlaubnis] meint er die Fürsprache des Propheten ﷺ, die Fürsprache mancher Propheten, Engel und die Fürsprache der Gläubigen, welche sie füreinander machen.“

[al-Khāzin, Tafsīr al-Khāzin al-Masmā libāb it-Ta’wīl fī Ma’ān it-Tanzīl, Baqara, 255]

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