September 26, 2017

Ibn Qudāma al-Maqdisī über den Unterlasser des Gebets.

Šaykh al-Islām Muwaffaq ud-Dīn ibn Qudāma al-Maqdisī al-Hanbalī [rahimahullāh gest. 620 n.H.] über den Unterlasser des Gebets.


Imām Dhahabī schreibt über ibn Qudāma:

الشَّيْخُ الْإِمَامُ الْقُدْوَةُ الْعَلَّامَةُ الْمُجْتَهِدُ شَيْخُ الْإِسْلَامِ مُوَفَّقُ الدِّينِ أَبُو مُحَمَّدِ بْنُ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ أَحْمَدَ بْنِ مُحَمَّدِ بْنِ قُدَامَةَ بْنِ مِقْدَامِ بْنِ نَصْرٍ الْمَقْدِسِيُّ الْجَمَّاعِيلِيُّ ثُمَّ الدِّمَشْقِيُّ الصَّالِحِيُّ الْحَنْبَلِيُّ صَاحِبُ “ الْمُغْنِي “ مَوْلِدُهُ بِجَمَّاعِيلَ مِنْ عَمَلِ نَابُلُسَ سَنَةَ إِحْدَى وَأَرْبَعِينَ وَخَمْسِمِائَةٍ فِي شَعْبَانَ

„Er ist der Šaykh, der Imām, der Prototyp, der Großgelehrte, der Mujtahid, Šaykh des Islāms, Muwaffaq ud-Dīn.. ibn Qudāma al-Maqidisī…al-Hanbalī, der Autor von al-Mughnī..“

وَسَمِعْتُ الْمُفْتِيَ أَبَا بَكْرٍ مُحَمَّدَ بْنَ مَعَالِي بْنِ غَنِيمَةَ يَقُولُ : مَا أَعْرِفُ أَحَدًا فِي زَمَانِنَا أَدْرَكَ دَرَجَةَ الِاجْتِهَادِ إِلَّا الْمُوَفَّقَ

„Ich [Dhahabī] hörte den Muftī Abā Bakr Muhammad ibn Ma’ālī ibn Ghanīma folgendes sagen: „Ich kenne niemanden in unserem Zeitlater der die Stufe des Ijtihāds erreicht hat außer Muwaffaq [Ibn Qudāma].“

[Dhahabī, Siyar a’lām an-Nubalā, Biographie: Ibn Qudāma al-Maqdisī]

Der Mujtahid, Šaykh al-Islām Muwaffaq ud-Dīn ibn Qudāma al-Maqdisī [rahimahullāh] schreibt in seinem Meisterwerk „al-Mughnī“:

وروى بإسناده ، عن عطاء ، عن عبد الله بن عمر ، قال : قال رسول الله صلى الله عليه
وسلم : صلوا على من قال لا إله إلا الله

Es wurde überliefert, mit seiner Überlieferungskette , von Atā, von Abdallāh ibn Umar, dass der Prophet ﷺ sagte: „Verrichtet das [Toten]gebet für denjenigen, der sagt „Es gibt keine anbetungswürdige Gottheit, außer Allāh.“

ولأن ذلك إجماع المسلمين ، فإنا لا نعلم في عصر من الأعصار أحدا من تاركي الصلاة ترك تغسيله ، والصلاة عليه ، ودفنه في مقابر المسلمين ، ولا منع ورثته ميراثه ، ولا منع هو ميراث مورثه ، ولا فرق بين زوجين لترك الصلاة من أحدهما ; مع كثرة تاركي الصلاة ، ولو كان كافرا لثبتت هذه الأحكام كلها ، ولا نعلم بين المسلمين خلافا في أن تارك الصلاة يجب عليه قضاؤها ، ولو كان مرتدا لم يجب عليه قضاء صلاة ولا صيام

„Somit ist dies der Konsens der Muslīme, denn es ist uns zu keiner Zeit in der Vergangenheit bekannt, dass für denjenigen, der das Gebet unterlassen hat, seine Totenwaschung, das Totengebet und sein Begräbnis auf den Friedhöfen der Muslime unterlassen wurde. Ebenso wurden weder seine Erben an seinem Erbe, noch er am Erbe gehindert. Es wurde aufgrund der Unterlassung des Gebets durch einen der Ehepartner, auch keine Trennung zwischen ihnen herbeigeführt, obwohl es viele gab, die das Gebet unterlassen hatten. Wenn er ein Ungläubiger wäre, würden all diese Urteile [jedoch] in Kraft treten.
Es gibt unter den Muslimen keine Meinungsverschiedenheit darüber, dass derjenige, der das Gebet unterlassen hat, die [versäumten Gebete] nachholen muss und wenn er ein Abtrünniger ist, so muss er weder das Gebet noch das Fasten nachholen.“

[ibn Qudāma al-Hanbalī, al-Mughnī, 2/156, Kitāb us-Salāh, Kapitel: „Das Urteil über jenen der das Gebet unterlässt (al-Hukm fī man tark us-Salāh)]

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