September 26, 2017

Die Tawba ( das Bereuen )

 

Von Abī Sālih [as-Samān], von Abū Hurayrah, von dem Gesandten Allāhs ﷺ, dass er sagte:

قَالَ اللَّهُ عَزَّ وَجَلَّ أَنَا عِنْدَ ظَنِّ عَبْدِي بِي وَأَنَا مَعَهُ حَيْثُ يَذْكُرُنِي وَاللَّهِ لَلَّهُ أَفْرَحُ بِتَوْبَةِ عَبْدِهِ مِنْ أَحَدِكُمْ يَجِدُ ضَالَّتَهُ بِالْفَلَاةِ وَمَنْ تَقَرَّبَ إِلَيَّ شِبْرًا تَقَرَّبْتُ إِلَيْهِ ذِرَاعًا وَمَنْ تَقَرَّبَ إِلَيَّ ذِرَاعًا تَقَرَّبْتُ إِلَيْهِ بَاعًا وَإِذَا أَقْبَلَ إِلَيَّ يَمْشِي أَقْبَلْتُ إِلَيْهِ أُهَرْوِلُ

„Allāh, herrlich ist seine Herrlichkeit, sagte: „Ich gedenke Meinem Diener bei mir und ich bin mit ihm, wo auch immer er Meiner gedenkt.“ Bei Allāh, Allāh freut sich über die Reue seines Dieners mehr, als einer von euch, der sein verlorenes [Hab und Gut] in der Wüste wiederfindet.“ [Allāh sagt:] „Wer sich Mir eine Spanne nähert, dem komme Ich um eine Elle entgegen, und Wer Mir eine Elle entgegenkommt, dem komme Ich die Weite seiner ausgestreckten Arme entgegen. Und wenn er gehend zu Mir kommt, laufe Ich ihm entgegen.“

[Muslim, Sahīh, Hadīthnr. 2675]

 

Qutb ul-Awliyāh Muhī ud-Dīn an-Nawawī [rahimahullāh gest. 676 n.H.] sagte in seinem Kommentar zu dem Hadīth:

أَصْلُ التَّوْبَةِ فِي اللُّغَةِ : الرُّجُوعُ ، يُقَالُ : تَابَ ، وَثَابَ بِالْمُثَلَّثَةِ ، وَآبَ بِمَعْنَى : رَجَعَ ، وَالْمُرَادُ بِالتَّوْبَةِ هُنَا : الرُّجُوعُ عَنِ الذَّنْبِ ، وَقَدْ سَبَقَ فِي كِتَابِ الْإِيمَانِ أَنَّ لَهَا ثَلَاثَةَ أَرْكَانٍ : الْإِقْلَاعُ ، وَالنَّدَمُ عَلَى فِعْلِ تِلْكَ الْمَعْصِيَةِ ، وَالْعَزْمُ عَلَى أَلَّا يَعُودَ إِلَيْهَا أَبَدًا ، فَإِنْ كَانَتِ الْمَعْصِيَةُ لِحَقِّ آدَمِيٍّ فَلَهَا رُكْنٌ رَابِعٌ ، وَهُوَ التَّحَلُّلُ مِنْ صَاحِبِ ذَلِكَ الْحَقِّ ، وَأَصْلُهَا النَّدَمُ وَهُوَ رُكْنُهَا الْأَعْظَمُ ، وَاتَّفَقُوا عَلَى أَنَّ التَّوْبَةَ مِنْ جَمِيعِ الْمَعَاصِي وَاجِبَةٌ ، وَأَنَّهَا وَاجِبَةٌ عَلَى الْفَوْرِ ، لَا يَجُوزُ تَأْخِيرُهَا ، سَوَاءٌ كَانَتِ الْمَعْصِيَةُ صَغِيرَةً أَوْ كَبِيرَةً

„Der Ursprung des Wortes Tawba ist: „das Umkehren.“ Man sagt: „er kehrte um“…. Und was genauer mit „dem Umkehren“ gemeint ist, ist „das Umkehren von der Sünde.“ Und im „Buch des Imāns“ steht, dass es [das Umkehren] drei Bedingungen hat: Das Unterlassen [dieser Sünde], das Bereuen über die begangene Sünde, und der feste Vorsatz, dass man nie wieder zu dem begangenen [Sünden] zurückkehrt. Und sollte die Sünde sich um das Recht einer anderen Person gegenüber handeln, so gibt es eine vierte Bedingung, und zwar, dass man das Halāl macht [sein Recht zurück gibt] was man den Besitzer an Rechten zu geben hat. Und das Fundament von all dem ist das Verspüren der Reue und dies ist die mächtigste Bedingung. Und es gibt eine Übereinkunft [bei den Gelehrten] darüber, dass es sich auf alle begangen Sünden bezieht…Seien es nun die Kleinen oder die Großen [Sünden].

وَالتَّوْبَةُ مِنْ مُهِمَّاتِ الْإِسْلَامِ وَقَوَاعِدِهِ الْمُتَأَكِّدَةِ ، وَوُجُوبُهَا عِنْدَ أَهْلِ السُّنَّةِ بِالشَّرْعِ ، وَعِنْدَ الْمُعْتَزِلَةِ بِالْعَقْلِ ، وَلَا يَجِبُ عَلَى اللَّهِ قَبُولُهَا إِذَا وُجِدَتْ بِشُرُوطِهَا عَقْلًا عِنْدَ أَهْلِ السُّنَّةِ ، لَكِنَّهُ سُبْحَانَهُ وَتَعَالَى يَقْبَلُهَا كَرَمًا وَفَضْلًا

„Und das Bereuen gehört zu den bedeutendsten islamischen Angelegenheiten. Und ihre Notwendigkeit ist bei Ahl us-Sunnah gesichert durch [die Texte] der Šarī’a, und bei den Mu’tazila durch den Verstand. Und es ist für Allāh nicht verpflichtend, dass er sie annimmt, wenn es durch die Bedingungen des Verstandes vorkommt bei Ahl us-Sunnah, denn Er, gepriesen und erhaben sei Er, akzeptiert [die Reue] wegen seiner Gnade und seiner Wohltätigkeit [Huld].

قَوْلُهُ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ : لَلَّهُ أَشَدُّ فَرَحًا بِتَوْبَةِ عَبْدِهِ مِنْ أَحَدِكُمْ يَجِدُ ضَالَّتَهُ بِالْفَلَاةِ قَالَ الْعُلَمَاءُ : فَرَحُ اللَّهِ تَعَالَى هُوَ رِضَاهُ ، وَقَالَ الْمَازِرِيُّ : الْفَرَحُ يَنْقَسِمُ عَلَى وُجُوهٍ مِنْهَا : السُّرُورُ ، وَالسُّرُورُ يُقَارِبُهُ الرِّضَا بِالْمَسْرُورِ بِهِ ، قَالَ : فَالْمُرَادُ هُنَا أَنَّ اللَّهَ تَعَالَى يَرْضَى تَوْبَةَ عَبْدِهِ أَشَدَّ مِمَّا يَرْضَى وَاجِدُ ضَالَّتِهِ بِالْفَلَاةِ ، فَعَبَّرَ عَنِ الرِّضَا بِالْفَرَحِ تَأْكِيدًا لِمَعْنَى الرِّضَا فِي نَفْسِ السَّامِعِ ، وَمُبَالَغَةً فِي تَقْرِيرِهِ

Seine ﷺ Aussage: „Bei Allāh, Allāh freut sich über die Reue seines Dieners mehr, als einer von euch der sein verlorenes [Hab und Gut] in der Wüste wiederfindet.“ Sagten die Gelehrten: „das Freuen Allāhs des Erhabenen ist Sein Wohlgefallen.“ Und al-Māsirī sagte: „Das Freuen hat mehrere Bedeutungen und eines davon ist: „die Zufriedenheit.“…. Und was es genau bedeutet ist, dass Allāh, der Erhabene mehr Wohlgefallen an der Reue Seines Dieners hat, als einer Wohlgefallen daran hat, der sein verlorenes [Hab und Gut] in der Wüste wiederfindet. Und das Übersetzen von der Freude mit dem Wohlgefallen wird verstärkt durch die Bedeutung des Wohlgefallens eines jemanden, der es hört für sich selbst [d.h. Es gefällt ihm sehr]….“

[Nawawī, Šarh Sahīh al-Muslim, Hadīthnr. 2675]

 

About The Author

Kommentar verfassen