November 20, 2017

Imam Shawkani über die Scheinargumente der Tawassul-Gegner

Ist Tawassul Širk ? Und verstanden die Gelehrten mit diesen Vers: “ „Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Allah nahebringen.“[39:3] welcher auf die Glaubensverweigerung gerichtet worden ist, das damit die Muslime gemeint sind die Tawassul machen?

Antwort:

Imām Muhammad Ibn Alī aš-Šawkānī [rahimahullāh] schreibt über den Tafsīr mehrerer Ayāt aus dem Qur’ān und über die Verteidigung von Tawassul folgendes:

„Was Diejenigen angeht, die den Tawassul zu Allāh ﷻ durch den Propheten ﷺ und die Awliyāh verbieten, so zitieren sie um ihre Ansicht zu verteidigen, so welche wie diese Aussagen Allāhs ﷺ: „Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Allah nahebringen.“[39:3] und „Rufe daher außer Allah keinen anderen Gott an, damit du nicht zu denen gehörst, die bestraft werden.“[26:213] und solche Aussagen wie „Ihm gebührt der aufrichtige Anruf und jene, die sie statt Ihm anrufen, kommen ihnen mit nichts entgegen“ [13:14] doch diese [Verse] sind keine
Widerlegung [!!!] vielmehr unterstützen Sie erst recht das Gegenteil von dem was die Gegner von Tawassul behaupten, denn die Verse hängen mit einer anderen Angelegenheit zusammen.

Bezüglich ihrem Argument [mit dem Vers]: „“Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Allah nahebringen.“[39:3] dies sagt explizit aus
das sie sie anbeteten [!!!] mit dieser Absicht, „während derjenige der Tawassul [Mutawassil] macht durch einen Gelehrten beispielsweise, ihn niemals anbeten wird, doch er weiß, dass er eine besondere Bedeutung [wörtl. mazziya] in Allāhs Sicht hat da er ein Träger des Wissens ist, und dies ist der Grund warum er ihn als Mittel nimmt.“

Und auch ist es so, mit folgender Aussage Allāhs ﷻ: „Rufe daher außer Allah keinen anderen Gott an, damit du nicht zu denen gehörst, die bestraft werden.“[26:213
Dieser Vers verbietet, dass jemand nicht Allāh mit jemand anderem zusammen rufen soll, wie: „Oh Allāh und Oh ‚So und so.“ Während der Mutawassil [Tawassulmacher] durch einen Gelehrten, beispielsweise, niemals jemand anderen rufen würde als Allāh. Er sucht lediglich ein Mittel zu Ihm ﷻ durch die herausragenden Taten einer Seiner ﷻ Diener, so wie bei den drei Männern die eingeschlossen waren in der Höhle durch einen Felsen und die ihre guten Taten als Mittel nahmen damit ihre bitten erhört werden. Ähnlich ist es ebenfalls mit dem Vers Allāhs ﷻ : „und jene, die sie statt Ihm anrufen“ so bezieht sich das auf Leute die diejenigen anrufen, welche nicht ihre bitten erfüllen können, und zeitgleich bitten sie nicht ihren Herrn ﷻ der es beantworten kann; Während der Mutawassil [Tawassulmacher] durch einen Gelehrten beispielsweise, zu keinem seine Du’ā richtet als Allāh [!!!], und keinen anderen mit Ihm. Das [obere] zeigt dem Leser, dass die Gegner von Tawassul Beweise hervorbringen, welche irrelevant sind [!!!] im Zusammenhang mit diesem Thema [Tawassul]. Und noch unbedeutender ist ihr zitieren folgendes Verses Allāhs ﷻ: „An jenem Tag wird keine Seele etwas für eine andere Seele zu tun vermögen; und der Befehl an jenem Tage steht [einzig] Allah zu.“ [82:19]


Denn dieser noble Vers beinhaltet nichts als das Faktum, dass Allāh ﷻ einzig und alleine alles entscheiden wird was am Tage des Gerichts und dass niemand anderes daran teilhaben wird. Der Tawassulmacher durch einen Propheten der Propheten, oder einem Gelehrten der Gelehrten, niemals daran glaubt, das derjenige mit dem er Tawassul macht eine Teilhaberschaft mit Allāh hat am Tage des Gerichts! Wer auch immer glaubt das diese Sache [Teilhaberschaft] einem Propheten oder nicht Propheten geben wird der befindet sich in einem deutlichen Irrtum.
Ähnlich irrelevant [zu dem Thema] in ihrem Gegenargument gegen den Tawassul ist das zitieren von Allāhs ﷻ folgende Aussagen:
„Von dir ist es gar nicht abhängig“[3:128] und „Sprich: „Ich habe nicht die Macht, mir selbst zu nützen oder zu schaden“[7:188] Denn diese beiden Verse sagen explizit aus, das der Prophet ﷺ nichts tun kann in Allāhs Entscheidungen, und er nicht mal die Macht hat sich selbst zu Nutzen oder zu Schaden, geschweige den jemand anders: doch es ist nichts in diesen beiden Versen was den Tawassul verbietet durch ihn ﷺ oder irgendeinem anderen Propheten, Awliyāh oder Gelehrten. Allāh gibt Seinem
Propheten ﷺ höchste Stellung [wörtl. al-Maqqam al-Mahmud], die Stellung der Großen Fürsprache Allah [wörtl. Šafā’at al-Uzmā], und er befahl seiner Schöpfung für ihn nach dem höchsten Rang zu erbitten [von Allāh] und seine Fürsprache zu erstreben. Und Er ﷻ sagte: „Leg Fürsprache ein, und dir soll gewährt wofür du Fürsprache einlegst.“[Bukhārī, Sahīh] und in Seinem ﷻ Buch machte Er die Abhängigkeit von Ihm [Allāh] alleine, dass es nämlich keine Fürsprache gibt, außer mit Seiner Erlaubnis [2:255], und keinem wird sie gegeben mit Ausnahme jener, mit denen Er ﷻ zufrieden ist.

Ebenfalls irrelevant ist ihr erbringen des Beweises gegen den Tawassul: „Und warne deine nächsten Verwandten.“[26:214] worüber der Gesandte Allāhs ﷺ sagte: „oh So und so Sohn von So und so ich habe keine Sicherheit für dich vor Allāh, und So und so Tochter von So und so, ich habe keine Sicherheit für dich vor Allāh.“ Weil im vorherigen, nichts anderes erwähnt wird als die blanke Erklärung das er kein Nutzen bringen kann für den, für den Allāh schaden bestimmt hat, und keinen Schaden bringen kann für denn, für den Allāh Nutzen bestimmt hat, und dass er keine Sicherheit hat von Allāh für irgendeinen seiner nahen Verwandten, geschweige denn anderen.“

[Šawkānī, Durr an-Nadīd fī Ikhlās Kalimat at-Tauhīd, S.20-24, Kapitel: Urteil über Tawassul; Abdur-Rahīm al-Mubārakfūrī, Tuhfātul Ahwāzī ba-Šarah Tirmidhī, 10/37]

 

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