November 20, 2017

Taqi ud-Din Subki und Antwort auf Shubuhat bzgl. Tawassul

Anas Ibn Mālik überliefert, dass Umar ibn al-Khattāb, Allāh sei Ihnen beiden Wohlgefällig, sagte:

اللَّهُمَّ إِنَّا كُنَّا نَتَوَسَّلُ إِلَيْكَ بِنَبِيِّنَا فَتَسْقِينَا وَإِنَّا نَتَوَسَّلُ إِلَيْكَ بِعَمِّ نَبِيِّنَا فَاسْقِنَا قَالَ فَيُسْقَوْنَ

 

„Oh Allāh, wahrlich wir machten Tawassul zu dir durch unseren Propheten und du gabst uns Regen, und wahrlich wir machen Tawassul zu dir durch den Onkel unseres Propheten, so gebe uns Regen…“

[Bukhārī, Sahīh]

 

Šaykh al-Islām Taqi ud-Din as-Subki [rahimahullāh gest. 756 n.H.] sagte, den obigen Hadith kommentierend, dazu:

 

فإن قيل؛ لم توسّل عمر بن الخطاب بالعباس رضي الله عنهما، ولم يتوسّل بالنبي ﷺ أو بقبر؟

 

„Wenn gesagt wird: „Warum hat Umar ibn al-Khattāb Tawassul durch Abbās, Allāhs Wohlgefallen sei auf beiden, gemacht und nicht durch den Propheten ﷺ oder dem Grab [des Propheten]?

 

قلنا؛ ليس في توسله بالعباس رضي الله عنه إنكارٌ للتوسل بالنبي ﷺ أو بالقبر. وقد رَوِيّ عن ابي الجوزاء قال؛ قحط ‏ ‏أهل ‏ ‏المدينة ‏ ‏قحطا ‏ ‏شديدا فشكوا إلى ‏ ‏عائشة ‏ ‏فقالت انظروا قبر النبي ‏ ‏صلى الله عليه وسلم ‏ ‏فاجعلوا منه ‏ ‏كوى ‏ ‏إلى السماء حتى لا يكون بينه وبين السماء سقف قال ففعلوا فمطرنا مطرا حتى نبت العشب وسمنت الإبل حتى ‏ ‏تفتقت ‏ ‏من الشحم فسمي عام ‏ ‏الفتق

 

So sagen wir: „Im Tawassul von Ihm [Umar] durch Abbās, Allāhs Wohlgefallen auf ihm, liegt keine Ablehnung des Tawassuls durch den Propheten oder dem Grab. Es wurde bereits überliefert von Abī al-Jawzā, welcher sagte: „“Eine große Dürre plagte die Medinenser und sie klagten darüber bei Ā’iša [radī Allāhu anha] und sie sagte: „Geht zum Grab des Propheten ﷺ und öffnet ein Fenster Richtung Himmel, sodass zwischen Ihm ﷺ und dem Himmel nichts ist.“ Sie [die Medinenser] machten es so und es fing an heftig zu regnen, sodass [überall] Gras heraus kam und [es so aussah als wenn] die Kamele soviel Fett einlagerten als würden sie fast platzen. Man nannte das Jahr [deswegen] „das Jahr der Vegetation und des Überflusses.““

[as-Subkī, Šifā us-Siqāmi fī Siyārati Khayr il-Anām, S. 377-378]

 

Hadīth ist Sahīh nach den Šaykhaīn des Islāms Taqī ud-Dīn as-Subkī und Jamāl ud-Dīn ibn al-Jawzī, Allāh erbarme sich ihnen beiden.

[Ibn al-Jawzī, al-Wafā bi Ahwāl il-Mustafā, Kapitel 39]

 

Šaykh al-Islām Walī ud-Dīn Ahmad ibn Šaykh al-Islām Zayn ud-Dīn al-Irāqī [rahimahullāh gest. 826] beschrieb das Buch wie folgt:

فشفى صدور المؤمنين

„So verschaffte es [d.h. Šifā us-Siqām] Ruhe in die Brüste der Gläubigen.“

[ibn al-Irāqī, Tarh at-Tathrīb]

 

Der Hāfiz Jalāl ud-Dīn as-Suyūtī [rahimahullāh gest. 911 n.H.] sagte über die Stellung von Taqi du-Din Subki:

 

قَالَ ابْن السُّبْكِيّ فِي الترشيح قَالَ الشَّيْخ شهَاب الدّين النَّقِيب صَاحب مُخْتَصر الْكِفَايَة وَغَيرهَا من المصنفات جَلَست بِمَكَّة بَين طَائِفَة من الْعلمَاء فشرعنا نقُول لَو قدر الله تَعَالَى بعد الْأَئِمَّة الْأَرْبَعَة فِي هَذَا الزَّمَان مُجْتَهدا عَارِفًا منهاجهم أَجْمَعِينَ يركب لنَفسِهِ مذهبا من الْأَرْبَعَة بعد اعْتِبَار هَذِه الْمذَاهب الْمُخْتَلفَة كلهَا لأزدار الزَّمَان بِهِ وانقاد النَّاس فاتفق رَأينَا على هَذِه الرُّتْبَة لَا تعدوا الشَّيْخ تَقِيّ الدّين السُّبْكِيّ وَلَا يَنْتَهِي لَهَا سوا

 

„Der Sohn Subkīs sagte in „at-Taršīh“: „Der Šaykh Šihāb ud-Dīn an-Naqīb, der Autor von „Mukhtasar al-Kifāya“ und anderen Werken, sagte: „Ich saß in Mekka inmitten einer Gruppe von Gelehrten und wir begannen und sagten: „Falls Allāh es ermöglicht, nach den vier Imāmen, dass es in dieser Zeit noch einen Mujtahid gibt der Kenntnisse besitzt über ihre Methodiken [Minhāj] allesamt, der eine eigene Rechtsschule gründen kann, indem er im Betracht dieser vier Rechtsschulen eine komplett eigene Rechtsschule anders als die bestehenden etabliert in dieser Zeit [8. Jahrhundert n.H.] auf der die Menschen sich stützen können, so ist unsere Meinung per Konsens über diese Stufe, dass sie niemanden gebührt außer dem Šaykh Taqī ud-Dīn as-Subkī.“

[Suyūtī, Taqrīr al-Istinād fī Tafsīr al-Ijtihād, Band 1, Seite 55, Druckversion: Dār ad-Da’wat, Alexandria, 2010]

 

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