November 19, 2017

Khawarij (2)

al-Hāfiz ul-Kabīr Thiqat ud-Dīn Abū al-Qāsim ibn Asākir überliefert, dass Wahb ibn Munabbih [gest. 109 n.H.] sagte:

أني قد أدركت صدر الإسلام فوالله ما كانت للخوارج جماعة قط إلا فرقها اللَّه على شر حالاتهم وما أظهر أحد منهم رأيه قط إلا ضرب اللَّه عنقه وما اجتمعت الأمة على رجل قط من الخوارج ولو أمكن اللَّه الخوارج من رأيهم لفسدت الأرض وقطعت السبل وقطع الحج من بيت اللَّه الحرام وإذا لعاد أمر الإسلام جاهلية حتى يعود الناس يستغيثون برءوس الجبال كما كانوا في الجاهلية وإذا لقام أكثر من عشرة أو عشرين رجلا ليس منهم رجل إلا وهو يدعو إلى نفسه بالخلافة ومع كل رجل منهم أكثر من عشرة آلاف يقاتل بعضهم بعضا ويشهد بعضهم على بعض بالكفر حتى يصبح الرجل المؤمن خائفا على نفسه ودينه ودمه وأهله وماله لا يدري أين يسلك أو مع من يكون

„Ich erinnere mich an die Anfangszeit des Islāms. Bei Allāh, die Khawārij konnten sich nicht unter eine Gruppe sammeln, ohne dass Allāh sie sich spalten liess, wegen ihrer bösen Bedingungen [!!!] Nie hat einer von ihnen seine Meinung verkündet, außer dass Allāh seinen Nacken abschlagen liess. Nie hat sich die Ummah vereint unter einem Mann der Khawārij. Wenn Allāh erlauben würde, dass die Meinungen der Khawārij sich verbreiten, so würde die Welt in Korruption versinken, die Straßen würden geschnitten werden [keine Zugänge mehr] von dem Pilgern zum heiligen Haus Allāhs würde abgehalten werden. Die Angelegenheiten des Islāms würden zurückgebracht werden zur Jāhilīya [Unwissenheit], so sehr, dass die Menschen Zuflucht bei den Bergen suchen wie sie es in der Zeit der Jāhilīya [vor dem Islam] gemacht haben. Würden unter ihnen zehn oder zwanzig Männer erscheinen, würde es keinen unter ihnen geben, der nicht das Kalifat für sich beanspruchen würde. Unter jeden von ihnen würden zehntausend weitere kämpfen, und sie würden sich bekämpfen und sich gegenseitig zu Ungläubigen erklären, bis der Gläubige um sich selbst fürchtet, seine Religion, sein Leben, seine Familie, sein Besitz und er würde weder wissen wohin er reisen soll noch mit wem er verweilen soll.“

[Ibn Asākir, Tārīkh Dimašq, Nr. 69290; Dhahabī, Siyar a’lam an-Nubalā, Biographie Wahb ibn Munabbih]

Eine kleine Info: der Autor von dem Buch Tārīkh Dimašq ist einer der größten Gelehrten aller Zeiten. Zu seiner Zeit sagte man nur „al-Hāfiz“ und jeder wusste, dass ibn Asākir gemeint ist.

Dhahabī schreibt:

الْإِمَامُ الْعَلَّامَةُ الْحَافِظُ الْكَبِيرُ الْمُجَوِّدُ ، مُحَدِّثُ الشَّامِ ، ثِقَةُ الدِّينِ أَبُو الْقَاسِمِ الدِّمَشْقِيُّ الشَّافِعِيُّ ، صَاحِبُ “ تَارِيخِ دِمَشْقَ

„Der Imām, der Großgelehrte, der große Meister [al-Hāfiz ul-Kabīr], der Hadīthgelehrte von Šām, Thiqqat ud-Dīn Abū al-Qāsim ad-Dimašqī aš-Šāfi’ī der Autor von „Tārīkh Dimašq“

[Dhahabī, Siyar a’lām an-Nubalā]

 

Imām Nuaym Ibn Hammād überliefert, in Marfū-Form und sagte:

„Mu’amar sagte: uns berichtet Qatāda, von Šahri ibn Hawšab, welcher hörte wie Abdullāh ibn Amr [radī Allāhu anhuma], dass er hörte wie der Prophet (sallallahu alaihi wasallam) sagte:

حَدِيْثٌ مَرْفُوعٌ قَالَ مَعْمَرٌ : وَأَخْبَرَنَا قَتَادَةُ ، عَنْ شَهْرِ بْنِ حَوْشَبٍ ، سَمِعَ عَبْدَ اللَّهِ بْنَ عَمْرٍو رَضِيَ اللهُ عَنْهُمَا ، سَمِعَ النَّبِيَّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ ، يَقُولُ : “ سَيَخْرُجُ نَاسٌ مِنْ قِبَلِ الْمَشْرِقِ ، وَيَقْرَءُونَ الْقُرْآنَ لا يُجَاوِزُ تَرَاقِيَهُمْ ، كُلَّمَا خَرَجَ مِنْهُمْ قَرْنٌ قُطِعَ “ , حَتَّى عَدَّهَا النَّبِيُّ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ زِيَادَةً عَلَى عَشْرِ مَرَّاتٍ “ كُلَّمَا خَرَجَ مِنْهُمْ قَرْنٌ قُطِعَ ، حَتَّى يَخْرُجَ الدَّجَّالُ فِي بَقِيَّتِهِمْ

„Es werden Menschen [von meiner Ummah] hervortreten aus dem Osten. Sie werden den Qur’ān verlesen, jedoch wird dem [Verlesenen] nicht erlaubt ihre Kehlen zu passieren. Immer wenn eine Gruppe von ihnen auftreten, werden sie abgeschnitten.“

Der Prophet (sallallahu alaihi wasallam)  wiederholte dies bis er es zum zehnten mal sagte, und sagte dann: „Jedes Mal wenn eine Gruppe von ihnen Auftritt werden sie abgeschnitten, bis aus ihrer Mitte der Dajjal erscheint.„“

[Nuaym Ibn Hammad, Kitāb al-Fitān, Nr. 1490; Ahmad, Musnad, Nr. 27767, Hākim, Mustadrak al as-Sahīhayn,Nr. 8657, 4:505, Haythamī, Majma‘ uz-Zawā’id]

Hākim sagte:

صحيح على شرط الشيخين، ولم يخرجاه

„Sahīh nach den Kriterien der Šaykayn [Bukhārī, Muslim], doch sie nahmen ihn nicht.“

Dhahabī stimmte ihm dabei zu.

[Hākim, ibid, Dhahabī, Talkhīs]

Haythamī sagte:

وشهر ثقة، و فيه كلام لا يضر، و بقية رجاله رجل الصحيح

„und Šahri ist vertrauenswürdig, und über ihn wurde geredet, jedoch schadet dies ihm nicht. Die restlichen Überlieferer sind die Überlieferer von den Sahīh [Sahīh Bukhārī und Muslim].“

[Majma uz-Zawā’id]

Ahmad Šākir sagte:

إسناده صحيح

„Seine Überlieferungskette ist authentisch.“

[Ahmad Šakir, Talkhīs Musnad Imām Ahmad]

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