Dezember 16, 2017

Abd al-Ghani al-Maqdisi al-Hanbali und Tawassul

Shaykh abd al-Ghanī al-Maqdisī überliefert in seinem „Sahīh [!!!]“ von Abī Sa’īd al-Khudrī, Allāh möge Wohlgefallen an ihm haben, sagte, dass der Gesandte Allāhs ﷺ sagte:

‎مَنْ خَرَجَ مِنْ بَيْتِهِ إِلَى الصَّلَاةِ فَقَالَ : اللَّهُمَّ إِنِّي أَسْأَلُكَ بِحَقِّ السَّائِلِينَ عَلَيْكَ ، وَأَسْأَلُكَ بِحَقِّ مَمْشَايَ هَذَا ، فَإِنِّي لَمْ أَخْرُجْ أَشَرًا وَلَا بَطَرًا وَلَا رِيَاءً وَلَا سُمْعَةً ، وَخَرَجْتُ اتِّقَاءَ سُخْطِكَ ، وَابْتِغَاءَ مَرْضَاتِكَ ، فَأَسْأَلُكَ أَنْ تُعِيذَنِي مِنَ النَّارِ ، وَأَنْ تَغْفِرَ لِي ذُنُوبِي ، إِنَّهُ لَا يَغْفِرُ الذُّنُوبَ إِلَّا أَنْتَ ، أَقْبَلَ اللَّهُ عَلَيْهِ بِوَجْهِهِ ، وَاسْتَغْفَرَ لَهُ سَبْعُونَ أَلْفِ مَلَكٍمَنْ خَرَجَ مِنْ بَيْتِهِ إِلَى الصَّلَاةِ فَقَالَ : اللَّهُمَّ إِنِّي أَسْأَلُكَ بِحَقِّ السَّائِلِينَ عَلَيْكَ ، وَأَسْأَلُكَ بِحَقِّ مَمْشَايَ هَذَا ، فَإِنِّي لَمْ أَخْرُجْ أَشَرًا وَلَا بَطَرًا وَلَا رِيَاءً وَلَا سُمْعَةً ، وَخَرَجْتُ اتِّقَاءَ سُخْطِكَ ، وَابْتِغَاءَ مَرْضَاتِكَ ، فَأَسْأَلُكَ أَنْ تُعِيذَنِي مِنَ النَّارِ ، وَأَنْ تَغْفِرَ لِي ذُنُوبِي ، إِنَّهُ لَا يَغْفِرُ الذُّنُوبَ إِلَّا أَنْتَ ، أَقْبَلَ اللَّهُ عَلَيْهِ بِوَجْهِهِ ، وَاسْتَغْفَرَ لَهُ سَبْعُونَ أَلْفِ مَلَكٍ

„Wer sein Haus verlässt um zum Gebet zu gehen, der soll sagen: „Oh Allāh ich bitte Dich mittels dem Recht der [Dich] Bittenden Dir gegenüber, und ich bitte Dich mittels dem Recht meines Gehens [zum Gebet], denn ich gehe nicht raus aus Stolz, auch nicht aus Selbstgefälligkeit, auch nicht aus Augendienerei oder um einen Ruf zu erlangen. Vielmehr gehe ich raus weil ich Deinen Zorn fürchte und um Dein Wohlgefallen zu erlangen. Und ich bitte Dich, dass Du mich rettest vor dem Feuer, und dass Du mir meine Sünden verzeihst. Wahrlich es gibt niemanden außer Dir, der die Sünden verzeiht.“ [Wer dies sagt:] Wahrlich, Allāh wendet sich ihm mit seinem Angesicht zu, und 70.000 Engel bitten für ihn um Vergebung.“

[Ahmad ibn Hanbal, Musnad; Ibn Mādja, Sunan, Hadīthnr. 778, Abd ul-Ghanī al-Maqdisī, an-Nasīhatu fī Ad’īyati is-Sahīha, Hadīthnr. 109]

‎صحيح عند شروط شيخ الإسلام عبد الغني المقدسي

Sahīh nach den Kriterien von Shaykh ul-Islām abd ul-Ghanī al-Maqdisī [rahimahullāh, 541-600]

Shaykh ul-Hadīth Sharaf ud-Dīn ad-Dimyātī [rahimahullāh 613-705] sagte:

‎إسناده حسن

„Seine Überlieferungskette ist gesund.“

[ad-Dimyātī, al-Mutjar ur-Rābih fī Thawāb il-A’māl is-Sālih, S. 472]

Imām Dhahabī sagte über ad-Dimyātī:

‎الإِمَامُ الْعَلاَّمَةُ الْحَافِظُ الْحُجَّةُ الْفَقِيهُ النَّسَّابَةُ شَيْخُ الْمُحَدِّثِينَ شَرَفُ الدِّي

„Der Imām, der Großgelehrte, der Hāfiz, der Beweis [für den Islām], der Faqīh, der Quotient, der Shaykh der Hadīthgelehrten, Sharaf ud-Dīn…

‎سَمِعْتُ أَبَا الْحَجَّاجِ الْمِزِّيُّ وَمَا رَأَيْتُ أَحَدَاً أَحْفَظَ مِنْهُ لِهَذَا الشَّأْنِ يَقُولُ : مَا رَأَيْتُ فِي الْحَدِيثِ أَحْفَظَ مِنَ الدِّمْيَاطِيِّ

„Ich hörte Abū al-Hajjāj al-Mizzī sagen: „Ich habe niemanden gesehen, der mehr auswendig lernte wie er [ad-Dimyātī] in diesem Jahrhundert [7.] und er pflegte zu sagen: „Ich kannte niemanden, der mehr Hadīthe kannte als ad-Dimyātī.“

[adh-Dhahabī, al-Ibr]

Shaykh ul-Islām Zayn ud-Dīn al-Irāqī [rahimahullāh 725-806] sagte:

‎أخرجه أحمد وابن ماجة وإسناده حسنٌ

„Überliefert von Ahmad ibn Ibn Mādja und seine Überlieferungskette ist gesund.

[al-Irāqī, al-Mughnī an Hamal il-Asfār, Band 2, Seite 272]

Shaykh ul-Islām Ibn Hajjar al-Asqalānī [rahimahullāh 783-852] sagte:

‎هذا حديث حسنٌ، أخرجه أحمد عن يزيد بن هارون عن فضيل إبن مرزوق

„Dies ist ein gesunder Hadīth, Ahmad hat ihn genommen von Yazīd ibn Hārūn von Fudayl ibn Marzūkh.“

[ibn Hajjar, Natāj ul-Ifkār fī Takhrīji il-Ahadīth il-Adhkār, S. 269]

Über den Hadīth gibt es bei den Hadīthgelehrten Meinungsverschiedenheiten. Andere Gelehrte wie Shaykh ibn Taymīyyah, Shaykh Nūr ud-Dīn al-Haythamī und andere klassifizierten den Hadīth als schwach.

Wichtig aber für die Hanafīten ist folgender Kommentar, der wieder mal blendend aufzeigt, wie das Verständnis der Hanafīs war bezüglich dem Tawassul und was genau die Hanafīgelehrten als verpönt ansahen.

Imām Abū al-Hassan as-Sindī al-Hanafī [rahimahullāh gest. 1138 n.H.] schreibt in seinem Kommentar dazu:

‎قَوْلُهُ ( بِحَقِّ السَّائِلِينَ عَلَيْكَ ) أَيْ مُتَوَسِّلًا إِلَيْكَ فِي قَضَاءِ الْحَاجَةِ ، [ ص: 262 ] وَإِمْضَاءِ الْمَسْأَلَةِ بِمَا لِلسَّائِلِينَ عِنْدَكَ مِنَ الْفَضْلِ الَّذِي يَسْتَحِقُّونَهُ عَلَيْكَ بِمُقْتَضَى فَضْلِكَ وَوَعْدِكَ وَجُودِكَ وَإِحْسَانِكَ وَلَا يَلْزَمُ مِنْهُ الْوُجُوبُ الْمُتَنَازَعُ فِيهِ عَلَيْهِ تَعَالَى، لَكِنْ لِإِيهَامِهِ الْوُجُوبَ بِالنَّظَرِ إِلَى الْأَفْهَامِ الْقَاصِرَةِ يَحْتَرِزُ عَنْهُ عُلَمَاؤُنَا الْحَنَفِيَّةُ وَيَرَوْنَ إِطْلَاقَهُ لَا يَخْلُو عَنْ كَرَاهَةٍ وَسَيَجِيءُ الْجَوَابُ عَنِ الْحَدِيثِ

„Was seine ﷺ Aussage angeht: „Mit dem Recht der [Dich] Bittenden Dir gegenüber“, so bedeutet sie, indem ich Tawassul zu dir mache [durch sie], sodass mein Bedürfnis erfüllt wird und meine Bitte mir gewährt wird aufgrund dessen, was die Bittenden an Vorzug bei Dir haben, der sie aufgrund Deiner Huld, Versprechen, Freigebigkeit und Güte würdig sein lässt. Es ist nicht notwendig, dass man daraus versteht, dass Er es machen muss, in dem Sinne, dass es eine Notwendigkeit für ihn wird. Da diese Notwendigkeit [d.h. Dass er genötigt wird das zu tun] [miss]verstanden werden kann, bei denjenigen die einen Mangel an Intelligenz haben, meiden es unsere hanafitischen Gelehrten vorsichtshalber und sind der Meinung, dass die uneingeschränkte Verwendung verpönt sei. Die Antwort auf die Überlieferung folgt bald.

‎ وَفِي الزَّوَائِدِ هَذَا إِسْنَادُهُ مُسَلْسَلٌ بِالضُّعَفَاءِ عَلَيْهِ وَهُوَ الْعَوْفِيُّ وَفُضَيْلُ بْنُ مَرْزُوقٍ وَالْفَضْلُ بْنُ الْمُوَفَّقِ كُلُّهُمْ ضُعَفَاءُ لَكِنْ رَوَاهُ ابْنُ خُزَيْمَةَ فِي صَحِيحِهِ مِنْ طَرِيقِ فُضَيْلِ بْنِ مَرْزُوقٍ فَهُوَ صَحِيحٌ عِنْدَهُ

Und in [Majmū] az-Zawā’id, kommt die Überlieferungskette in Musalsal Form durch Schwache [Überlieferer] und darin befindet sich al-Aūfī und Fudayl ibn Marwān und al-Fadl ibn Muwaffaq und sie alle sind schwach. Jedoch ibn Khuzaymah überliefert ihn in seinem Sahīh durch Fudayl ibn Marzūq und er ist Sahīh nach ihm.“

[as-Sindī, Šarh Sunan ibn Mādja, Hadīthnr. 778]

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